Der Placebo Effekt

Servus, ich grüße Dich.

schön, Dich wieder hier willkommen zu heißen.

Falls Du die letzte Podcastfolge noch nicht gehört hast, schau hier mal vorbei…

Im heutigen Motivationsimpuls geht es darum, was Du bereit bist, für Deine Ziele im Leben, die Du Dir hoffentlich gesetzt hast, zu geben. Inwiefern ist es wichtig, auch mal über eine gewisse Zeit durchzuhalten und sich anzustrengen, auf die Zähne zu beißen und wie relevant sind nervenaufreibende Szenarien.

Ein Thema, das Ich für Dich genauer beleuchten möchte, ist der Placebo-Effekt das heißt das Auftreten einer therapeutischen Wirkung durch das Verabreichen von Tabletten ohne einen Wirkstoff (Placebos). Oftmals werden auch Scheinbehandlungen durchgeführt, ohne dass die Patienten wissen, dass sie kein echtes Medikament einnehmen.

Natürlich hört sich das jetzt sehr drastisch an, ist aber eine bewährte Methode von Ärzten, wenn sie von der ersten Minute an, das Vertrauen bei den Patienten gewinnen.

Hierbei geht es natürlich darum, den Schein zu kreieren und den Patient nicht wissen zu lassen, dass es ein Placeboeffekt ist.

Placebos werden sehr häufig bei bekannten psychosomatischen Erkrankungen angewandt, also Erkrankungen, bei denen keine körperliche Ursache vorliegt, sondern eine psychische Grundlage präsent ist. Einige sehr gute Beispiele hierfür sind Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Depressionen oder Unruhezustände.

Jetzt kann natürlich der Fall eintreten, dass ein Placebo hilft, das bedeutet aber nicht, dass die Beschwerden des Patienten nur vorgespielt oder eingebildet waren, natürlich kann auch ein Medikament verstärkt in Anführungsstrichen, werden.

Viele von Euch fragen sich vielleicht wie genau der Placeboeffekt funktioniert, genau das ist noch nicht ausreichend erforscht. Natürlich spielt auch die Erwartungshaltung eine immens große Rolle, denn der Patient soll bestmöglich daran glauben, dass ihm geholfen werden kann.

Genau deshalb sollte er auch nicht wissen, dass es sich bei den verordneten Präparaten um Tabletten ohne Wirkstoff oder um eine Scheinbehandlung handelt. 

Ein sehr verrückter Effekt ist der Nocebo Effekt, bei dem es im Prinzip darum geht, dass es in die genau andere Richtung kippen kann, denn bei solchen Scheinbehandlungen erwartet der Patient oftmals selbstverständlich eine Nebenwirkung, die negativ ist, tritt diese aber nicht ein, so ist es möglich, dass der Patient misstrauisch wird.

Komme ich nochmal zu einem abgefahrenen Beispiel, denn es gab auch bereits Scheinoperationen, die durchgeführt wurden, es aber vom Patienten aus klar war, dass er operiert wird. Natürlich wird die Narkose durchgeführt, die Schnitte werden scheinbar gesetzt, aber es wird nichts operiert, das muss verrückt sein, oder?

Natürlich möchte ich den Bezug zum Tee bzw. Kaffee nicht komplett verlieren, weshalb ich hier mal ein klassisches Beispiel einbringen möchte.

Drei bis vier Becher Kaffee trinkt der durchschnittliche Deutsche pro Tag. Das duftende Heiß-Getränk bringt wie Du sicherlich weißt den Kreislauf in Schwung: Eine weitere Folge daraus ist, dass der Blutdruck steigt, das Herz schneller schlägt und man sich wacher fühlt, als hätte man plötzlich mehr Energie. 

Das im Tee und Kaffee enthaltene Koffein fördert einerseits die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol, andererseits etzt sich der Wirkstoff an bestimmte Andockstellen im Nervensystem. 

Wie oftmals in meinen Blogbeiträgen beschrieben setzt normalerweise der Botenstoff Adenosin ein und knüpft an. Jetzt würde der Körper Müdigkeitssignale aussenden, doch durch das Koffein blockiert gelangen auf einmal keine „Müde“-Botschaften mehr an das Gehirn.

Abschließend möchte ich dazu ein kleines Experiment vorstellen, denn in vier Experimenten wurden Probanden mit dem Thema Kaffee konfrontiert – ohne diesen wirklich zu trinken. Hierbei wurden Mittel verwendet, dass Kaffee-Werbungen oder Duftproben konsumiert wurden.

Obwohl überhaupt kein Koffein in den Körper gelangte und das Herz zum Beispiel nicht durch Stresshormone zum Schlagen angeregt wurde, kam der Körper faszinierenderweise in einen erregten und aufgebrachten Zustand.

Es war die Rede davon, dass die Probanden deutlich wacher und konzentrierter als vorher waren und scheinbar reichten die verschiedenen Kaffeereize aus, um das Gehirn zu triggern. 

Die versandte Botschaft „Kaffee“ kam also automatisch im Gehirn an und leitete die entsprechenden Prozesse ein, die einer solchen Botschaft normalerweise folgen.: mehr Aufmerksamkeit, mehr Energie, mehr Wachsamkeit.

Demnach kann man diesen Effekt nutzen, ohne körperlich wirksam zu sein, ähnlich wie ein Placebo in der Medizin. 

Die Frage, die sich natürlich stellt ist, ob die Patienten von einer Besserung ihres Gesundheitszustands berichten, obwohl nur Kaffee gerochen wurde, bei Tabletten scheint das zu funktionieren. 

Falls Ihr noch Ideen oder Wünsche habt, über was Ihr einen Bericht lesen möchtet, ob es ein Restaurant, ein Teeladen, oder ein Anbaugebiet ist, bitte lasst es mich wissen, denn nur so kann ich die Blogbeiträge mehr in die Richtung eurer Wünsche bringen https://www.instagram.com/strateegisch_gesund

oder schickt mir eine Mail an info@leroyhenze.com und freut Euch weiterhin auf Projekte

Bis nächsten Freitag

Tea Master Leroy